Berliner Symposium für Internet und Gesellschaft

Das erste Symposium des in der letzten Woche in Berlin gegründeten Instituts für Internet und Gesellschaft ging heute mit einem „Open Science Forum“ zu Ende. Organisiert war das Ganze folgendermaßen: Mitglieder der Forschungsgruppen präsentieren die Ergebnisse der zwei Workshoptage, anschließend diskutieren die um Tische gruppierten Teilnehmer_innen über das Gehörte oder eigene Themen.

Unter den durchaus interessanten Themen des Vormittags waren unter anderem:

  • Wie entwickeln sich Normen und Werte in Communitys?
  • Wie sollten Konflikte reguliert werden?
  • Wie entstehen Communitys, die Einfluss ausüben können?
  • Neue Technologien sollten sich an unseren Bedürfnissen orientieren.
  • Parameter aus Sozialwissenschaften in Design einfließen lassen
  • Skalierbarkeit, Standards, Energieverbrauch
  • Das „soziale Element“ mit einbeziehen

Allein, der spontane Einstieg in die Diskussion war für Nicht-Akademiker_innen nahezu unmöglich. Die Diskurse waren zu spezifisch und es war schwer erkennbar, wie wir Teilnehmer _innen aus der „Zivilgesellschaft“ darin einen Beitrag hätten leisten können. Ich hatte den Eindruck, dass andere ähnlich ratlos über unsere Funktion in dieser Runde waren. So diskutierten wir darüber, wie sich eine wissenschaftliche Arbeitsweise des Instituts mit der Einbeziehung von Nicht-Akademiker_innen vereinbaren läßt, wie sich Forscher_innen unterschiedlicher Fachrichtungen „verstehen“ lernen und welchen Beitrag Journalist_innen in der Vermittlung zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft leisten können.

Das Institut für Internet und Gesellschaft ist in den Wissenschaftsbetrieb eingebettet und als solches einer Forschung nach wissenschaftlichen Kriterien verpflichtet, zu wünschen wäre dennoch, dass ihm der Brückenschlag in die Gesellschaft hinein gelingt und es sich nicht schon zu Beginn in ihren Elfenbeinturm zurückzieht.

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